Familie Strand

Vier Dinge, die ich beim Familienurlaub nie machen wollte

Kennt ihr das? Als ich schwanger war und mir so überlegt habe, wie ich mir zukünftig den Urlaub mit Familie vorstelle, gab es für mich einige Dinge, die ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte. Oder sogar noch mehr, da gab es Dinge, die ich sicher nicht machen wollte. Nach über drei Jahren mit Kind ist es jetzt an der Zeit für einen Vergleich der Vorsätze mit der Realität. Spannend! 

Vorsatz 1: In der Nacht fahren? Sicher nicht!

Ich fahre gerne Auto. Aber bitte nur in der vorderen Reihe, hinten wird mir schlecht. Lesen kann ich aus dem gleichen Grund nicht, und schlafen im Auto auch nicht, ist mir viel zu unbequem. So, jetzt hat man aber eine Autofahrt von sechs und mehr Stunden vor sich. Was tun? Meine kleine Madame ist momentan mit ihren dreieinhalb Jahren sehr pflegeleicht, was das Autofahren betrifft, aber nach zwei bis drei Stunden ist auch bei ihr Schluss mit der guten Laune. Die Aussicht, sich im Minutentakt umzudrehen und ihr etwas zu geben, aufzuheben oder ähnliches, war auch nicht so prickelnd.

Also habe ich zähneknirschend beschlossen, einmal einen Versuch zu starten, wie das denn so ist mit in der Nacht losfahren. Dankenswerterweise hat sich mein Mann bereit erklärt zu fahren, glücklicherweise hat es ihm nichts ausgemacht. Damit ich wenigstens die Chance auf etwas Schlaf hatte, habe ich mir noch ein Nackenhörnchen gekauft – ja, eines von diesen schrecklichen, riesenwurmartig aussehenden Dingern in grellen Farben, die Leute auf Flughäfen oft mit sich herumtragen. Und was soll ich sagen? Es hat sehr gut geklappt!

Auch wenn das Weckergeläute um 1.30 Uhr in der Nacht etwas herb war, hat sich meine Kleine anstandslos ins Auto umbetten lassen. Und Dank des Polyesterkügelchen-gefütterten Nackenhörnchens konnte ich tatsächlich auch etwas schlafen und war am Morgen halbwegs fit.

Schlafen Autositz

Das hat schon was, am Morgen nach dem Aufwachen des Nachwuchses fast schon am Urlaubsort zu sein! Entspannt in einem Lokal vor Ort frühstücken und dann am Urlaubsziel noch den ganzen Tag für Unternehmungen Zeit zu haben! Da kann man wirklich was machen aus dem Tag! Zugegebenermaßen hatte mein Mann dann am Nachmittag ein kurzes Müdigkeitstief, aber nach einem kleinen Nickerchen an der Sonne war das auch überstanden. Weil es so gut geklappt hat, war es bestimmt nicht das einzige mal, dass wir in der Nacht auf Urlaub gefahren sind.

Vorsatz 2: Mein Kind wird während der Fahrt pädagogisch wertvoll beschäftigt

Auch wenn die Hinfahrt unproblematisch war, gab es da ja noch die Rückfahrt. Und dann war nix mit Nachtfahrt, sondern die war mitten am Tag. Es gibt wirklich wunderbare Tipps von lieben Blogger-KollegInnen, wie man die Kinder während der Fahrt im Auto oder im Flugzeug beschäftigen kann. Aus denen habe ich mir auch einige herausgesucht und vorbereitet. Was ich nicht wollte, war, dass sich meine Kleine passiv von irgendwelchen Videos berieseln lässt und dann nicht mehr loskommt von Tablet & Co. So weit, so gut. Nachdem meine Madame also gottergeben eine Weile gutmütig im Auto gesessen ist, begann es ihr doch langweilig zu werden.

Die Ablenkung mit diversen Spielen hat wunderbar geklappt, aber nach etwa einer Stunde war die Energie dafür erschöpft – bei ihr und bei mir. Dann war ich doch sehr froh, dass wir auf dem Tablet schon früher einmal einige zum Alter passende Spiele und Filme heruntergeladen hatten. Das war die perfekte Ablenkung für die restliche Fahrt. Und praktischerweise wurde das Tablet gerade zur richtigen Zeit langweilig, als wir fast schon wieder zu Hause waren. Also doch kein Teufelszeug, die Kinderfilme und –spiele, sondern zur richtigen Zeit sehr nützlich!

Vorsatz 3: Das Auto bis oben hin vollstopfen? Sicher nicht!

Vor meinem Leben mit Kind war ich ein großer Fan von leichtem Gepäck. Kurz vor der Abfahrt wurden die wichtigen Dinge eingepackt, weniger war mehr. Der Gedanke daran, mehr mitzunehmen, war mir ein Gräuel. So mühsam! Die Realität jetzt mit Kind: das geht nicht anders! Das brauche ich niemandem zu erzählen, der in der gleichen Situation ist. Das ist so! Man selbst hat vielleicht noch immer die gleiche, geringe Menge an Gepäck oder sogar noch weniger, dafür braucht man für den lieben Nachwuchs den halben Haushalt mit. Auch wenn man Einiges vor Ort kaufen könnte, kommt trotzdem ganz schön was zusammen! Im Internet gibt es viele Tipps zu finden, wie man mit möglichst wenig Gepäck fürs Kind auskommen kann. Dennoch muss man sich mit dem Gedanken anfreunden: Leichtes Gepäck, das war einmal!

Vorsatz 4: Ramsch-Spielzeug bei einem Souvenirstand kaufen? Geht gar nicht!

Eigentlich sind im Urlaub die fremde Umgebung, die Natur, die neuen Eindrücke die beste Beschäftigung. Wenn das Kind trotzdem mal etwas spielen möchte, ist wunderbares Spielzeug mit im Urlaub, mit dem es sich beschäftigen kann. So weit die Theorie. Dann geht man jedoch im Laufe des Tages oder beim Abendspaziergang an dem einen oder anderen Souvenirstand vorbei, bei dem es diese tollen, neuen, blinkenden und glitzernden Plastik-Spielzeuge gibt. Jedes Jahr etwas Anderes, zum Beispiel Propeller, die man in die Luft katapultieren kann und die ganz faszinierend in allen möglichen Neonfarben leuchten. Toll! Und dann gibt es diese Spielzeuge nicht nur beim Souvenirstand, sondern auf der Promenade laufen wirklich viele Kinder herum, die damit spielen und offensichtlich viel Spaß damit haben.

Oh, da werden die Augen meiner Tochter groß und ganz sehnsüchtig! Auch wenn ich es oft schaffe, sie abzulenken, werde ich hin und wieder dann doch schwach und kaufe ihr die begehrte Kleinigkeit. Ganz entgegen meiner Prinzipien, aber sie ist kurzfristig selig, was mich wiederum auch freut. Ein kleines Stück Urlaubsfreude für die Madame. Und zu Hause hat sie es meist schon wieder vergessen und ich kann das neue Teil getrost wegpacken.

Fazit

Was wäre es denn mit den Vorsätzen, wenn man nicht hin und wieder dagegen verstoßen würde? Und wenn es gute Gründe für eine Planänderung gibt, war der Vorsatz früher einmal fein, aber mit der Zeit eben überholt und inzwischen nicht mehr gültig. So ist das Leben!

Wie sieht es mit euren Vorsätzen aus, was den Urlaub betrifft? Wie sehen sie aus? Welche habt ihr vielleicht auch schon geändert und angepasst? Habt ihr Tipps parat, die die Urlaubsgestaltung für euch besonders angenehm machen? Bitte hinterlasst mir doch eure Meinung im Kommentarfeld! Es würde mich freuen, davon zu hören!

NoGos Familienurlaub

 

4 Gedanken zu “Vier Dinge, die ich beim Familienurlaub nie machen wollte

  1. Angelika schreibt:

    Sehr gut getroffen – allerdings nicht nur für’s Autofahren 😉 Eine sehr liebe Freundin – die damals schon 2-Fache Mama war – hat mir in der ersten Schwangerschaft gesagt „am besten du schreibst alles auf, wo du der Meinung bist ’na sicher nicht‘! Schau ma mal, wieviel davon du schon im ersten Jahr abgearbeitet hast 😉“. Ich hab keine Liste geschrieben, aber über meine Naivität in vielen Dingen lach ich heut noch 🤣

    Gefällt 1 Person

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