Mädchen schläft

Mama, ich bin noch nicht müde!

Drei Einschlaf-Tipps für Kleinkinder

„Mama, ich bin noch nicht müde!“ Sprach´s und rieb sich die Augen. Ich bin mir sicher, die meisten Eltern kennen diese Situation. Die Uhr sagt, dass schon bald Zeit zum Schlafen gehen ist, aber der Nachwuchs zeigt so gar keine Schlaf-Motivation. Man selbst sieht schon fast das Sandmännchen kommen, aber die Sprösslinge sind noch putzmunter. Ich bin schon sehr froh darüber, dass wieder Herbst ist und es früher dunkel wird. So kommt zumindest kein „Mama, ist schon Nacht?“ um 21 Uhr am Abend, wenn es draußen noch ganz hell ist und nur sehr schwer zu erklären, dass eigentlich schon Schlafenszeit ist. 

Ein Kleinkind zum Schlafen zu bringen kann manchmal wirklich eine Herausforderung sein. Und die getrübte Laune am nächsten Tag, das Ergebnis von zu wenig Schlaf, macht der ganzen Familie wahrscheinlich wenig Freude. Im Laufe der Zeit habe ich einige Dinge herausgefunden, die bei meiner dreijährigen Tochter helfen, sie ins Land der Träume hinüberzubringen, vielleicht ist für euch ja auch der eine oder andere Einschlaftipp dabei!

Mädchen schläft

Rhythmus

Ja, es nervt fast schon, es immer wieder zu lesen, aber ein fixer Schlafrhythmus erleichtert das Einschlafen gewaltig. Dazu schon als Einleitung einen überschaubaren Zeitraum – bei meiner Tochter z.B. eine Stunde – vor dem geplanten Schlafen die Action einstellen, und statt dessen eine ruhige Beschäftigung aussuchen, z.B. Buch lesen, damit das Kind nicht mehr weitere Anregungen bekommt. Laut Schlafexperten brauchen Kleinkinder und Vorschulkinder zwischen 11 und 13 Stunden Schlaf, und je nach gewünschter Aufwachzeit kann man leicht zurückrechnen, was dann eine gute Zubettgehzeit für den Nachwuchs ist. Vorsicht: was gar nicht gut kommt, ist, die Müdigkeit zu übertauchen, dann werden die lieben Kleinen griesgrämig, und der Kampf gegen das Einschlafen kann noch anstrengender werden. Falls meine Tochter trotz der passenden Einschlafzeit nicht schnell einschlafen kann, haben wir besprochen, dass sie zumindest ruhig im Bett liegen bleiben soll. Das klappt oft gut und mal auch weniger gut, aber tendenziell funktioniert es.

Schlafumfeld

Eine ruhige, dunkle, kühle Schlafumgebung macht viel aus. Die Wirkung kann man im Sommer gut erleben, wenn man sich zwar einerseits darüber freut, dass es im Freien lange hell ist und es schön warm ist, andererseits man dem eigenen Kind nur schwer erklären kann, dass trotz der Helligkeit Zeit zum Schlafen ist; und wie schlecht man schläft, wenn es im Zimmer zu heiß ist, weiß jeder. Wenn man keine Außenjalousien hat, helfen Verdunkelungsvorhänge – das Investment hat sich bei mir jedenfalls gelohnt! Selbst wenn das Kind es nicht ganz dunkel im Zimmer haben will, ist es mit etwas geöffneten Verdunkelungsvorhängen oder einem Nachtlicht vom Einschlafen her bei uns in Bezug aufs Schlafen günstiger gewesen als in einem insgesamt nur leicht abgedunkelten Zimmer.

Rituale

Die letzte Stunde vor dem Zubettgehen, wenn schon die Action zu Ende ist und die Ruhe einkehrt, kann man schön mit Ritualen gestalten, die das Schlafen vorbereiten sollen. Wenn diese Stunde für das Kind besonders angenehm ist, wird es sich auch darauf freuen, statt sich dagegen zu sträuben. Das fängt bei uns an mit Zähne putzen und waschen (zugegebenermaßen noch nicht die Favoriten meiner Tochter), dann Pyjama anziehen, ein Buch lesen, über den Tag reden oder eine Geschichte erzählen. Ich versuche auch regelmäßig extra anzukündigen, wenn wirklich bald die Schlafenszeit kommt, indem ich ihr z.B. sage, dass wir jetzt noch eine Seite lesen, sie dann aber ins Bett gehen wird. Damit hat sie noch einmal die Möglichkeit, sich aufs Schlafen einzustellen, und fühlt sich nicht so überrumpelt. Oft nimmt sich meine Kleine auch gerne ihr Lieblings-Kuscheltier ins Bett mit, so kann sie es halten und drücken, wenn sie das Bedürfnis nach etwas Sicherheit hat.

Mädchen schläft

Wenn es einmal doch nicht klappt

Mein Eindruck ist, dass Konsequenz hier wichtig ist. Wenn der Nachwuchs wieder in der Tür stehen sollte, statt im Bett zu bleiben, kommt es bei meiner Tochter erfahrungsgemäß am besten an, wenn ich sie möglichst ohne große Aufregung ruhig wieder ins Bett zurück begleite. „Ausnahmsweise“ zum Beispiel noch eine Geschichte zu lesen oder etwas länger auf sein zu dürfen, das kommt gar nicht gut, denn so merkt sie sich, dass es Ausnahmen geben kann, und verlangt immer wieder danach. Also am besten gar nicht damit anfangen.

Babyfüße unter Decke

Zu guter Letzt

Jedes Kind ist anders. Was bei dem einen gut ankommt, kann bei dem anderen gar nicht wirken. Wenn man einmal herausgefunden hat, was beim eigenen Kind wirkt, kann man darauf eine Routine aufbauen, die für die ganze Familie passt. Aber wie die Erfahrung zeigt: 100% und auf ewig verlassen sollte man sich darauf nicht, denn das, was eine Weile gut funktioniert, kann sich mit der Zeit oder auch ganz plötzlich verändern. Da heißt es: etwas flexibel bleiben! Aber sonst würde es den Eltern ja vielleicht einmal langweilig werden…

 

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