Vier mal Schlechtwetterprogramm Wien für Kids

Der Herbst ist da… und mit ihm nicht nur Tage, an denen die Sonne scheint und man einen wunderbaren Spaziergang in der bunt gefärbten Natur machen kann, sondern auch Tage, an denen es grau in grau ist, regnet, stürmt, und man freiwillig nicht außer Haus gehen möchte. Nachdem ein wenig Auslauf sowohl dem Nachwuchs als auch den Großen gut tut, haben meine Familie und ich vier unterschiedliche Ziele für ein Schlechtwetterprogramm im Süden Wiens getestet: das Technische Museum Wien, den Indoor-Spielplatz Farbie Kinderspielwelt bei der Shopping City Süd, die Seegrotte in Hinterbrühl und das SchokoMuseum der Confiserie Heindl. Wie es uns dort gefallen hat, findet ihr hier:

Technisches Museum Wien

Man darf sich von der Vorstellung, Technik wäre trocken und nur etwas für Erwachsene, nicht daran hindern lassen, dieses Museum mit Kindern zu besuchen. Denn das Technische Museum ist vom ersten bis zum letzten Schritt ausgesprochen spannend. Kinder sind eine der Hauptzielgruppen hier, und das merkt man auch, z.B. an der Art, wie die verschiedenen Themen aufbereitet sind. An vielen Stellen gibt es interaktive Elemente, man kann etwa durch Drücken von Knöpfen selbst Prozesse in Bewegung setzen, an Schrauben drehen, Strudel in einem Wasserbehälter entstehen lassen, sich vertiefende Erklärungen zu einem bestimmten Thema mit Kopfhörern anhören oder über Bildschirm ansehen, etc.

Technisches Museum Wien

Als erstes bietet es sich an, die beiden Spielräume „das mini“ und „mini mobil“ anzusteuern. Besonders Kinder im Kindergartenalter finden hier viel zum Angreifen und Ausprobieren. Die Eltern sollten sich jedoch darauf einstellen, dass der Weg dorthin etwas länger dauern wird. Zu viel Spannendes gibt es links und rechts des Weges, das man bestaunen und sich genau ansehen muss. Das fängt an bei den riesigen, eisenerzeugenden und -verarbeitenden Maschinen, geht über zu den Lokomotiven, Mustern von Kraftwerken, bis hin zu Haushaltsgeräten aus einer Zeit, als die eigenen Großeltern noch Kinder waren, und, und, und…

Technisches Museum Wien Technisches Museum Wien

Technisches Museum Wien

Endlich im mini angekommen, werden Feuerwehrfans es lieben, denn dort gibt es ein echtes Feuerwehrauto zu entdecken. Musikfreunde können auf überdimensionalen Tasten springen und so Töne erzeugen. Wie von Zauberhand kann man einen Plastikball in der Luft zum Tanzen bringen, sich selbst an einer Schnur hochziehen, Blitzen zusehen oder einen Abdruck der eigenen Hand machen. Weiter im mini mobil ist der Nachwuchs auch gut beschäftigt, z.B. mit Parcours fahren, Angeln, Raketen in die Luft schießen oder mit Flugzeug steuern.

Technisches Museum Wien  Technisches Museum Wien

Technisches Museum Wien

Wie es uns gefallen hat? Nicht nur der Papa und ich haben das Technische Museum spannend und unterhaltsam gefunden. Wir waren über vier Stunden drinnen, und nur die Aussicht auf die tollsten Verlockungen hat die kleine Madame davon überzeugt, dass es an der Zeit ist zu gehen. Danach gefragt, was ihr am besten gefallen hat, kam: „Alles“. Na das ist doch ein Argument, bald wieder zu kommen!

Farbie Kinderspielwelt

Der Eingang zur Farbie Kinderspielwelt findet sich gegenüber des MediaMarkts und von Toys´R´Us, beim Hintereingang des Elektro-Shops Conrad. Und nein, die vielen Autos, die an einem verregneten Sonntag hier am Parkplatz stehen, gehören nicht Window-Shoppern, die sich Elektronik ansehen möchten, sondern es sind tatsächlich alles Eltern mit ihren Kindern. Entsprechend gut gefüllt und lebhaft ist es im Inneren, das mit einer Fläche von 5 Tennisfeldern doch ausreichend groß ist. Der Ersteindruck ist kunterbunt und es wirkt teilweise etwas heruntergekommen, das liegt wohl am industriellen Touch des Raumes, den hohen, unverkleideten Wänden und dem teilweise strapazierten Boden.

Farbie Kinderspielwelt

Meine kleine, dreijährige Madame war entzückt. Da gab es so viele verschiedene Spielmöglichkeiten, dass sie gar nicht wusste, wo sie zuerst hin soll. Erste Station war dann der große, gepolsterte Bereich für Babys und Kleinkinder mit allen möglichen Spielelementen und einem Bällebad, die ihr noch immer Spaß machen. Dann hat sie die gelbe Riesenrutsche entdeckt, auf der kann man ganz wunderbar immer wieder hinauflaufen und hinunterrutschen. Als nächstes kam die Softplay-Anlage, die sie dann für eine gute Stunde nicht verlassen hat. Besonders spannend: in der Mitte gibt es eine Ballfontäne, eine Anlage, in der kleine Bälle gesammelt werden, die dann mit einem kräftigen Luftstrahl in die Höhe geblasen werden, sehr faszinierend! Nicht zu vergessen zwei kleine Trampoline und eine Riesenhüpfburg samt Kletterberg für diejenigen, die sich noch nicht genug ausgepowert haben.

Farbie Kinderspielwelt  Farbie Kinderspielwelt

Farbie Kinderspielwelt  Farbie Kinderspielwelt

Farbie Kinderspielwelt  Farbie Kinderspielwelt

Zusammengefasst kann man sagen, dass Farbies Kinderspielwelt zwar nicht den Geschmack der Großen getroffen hat, meine Kleine war aber begeistert und hat sich bestens unterhalten, und das war das Wichtigste!

Seegrotte Hinterbrühl

Im 19. Jahrhundert ein Gipsbergwerk, wurde Anfang des 20. Jahrhundert bei einer Sprengung unabsichtlich ein gigantischer Wassersack geöffnet, und mehr als 20 Millionen Liter Wasser haben die Gänge des Bergwerks geflutet. Dadurch hat sich der größte, unterirdische See Europas gebildet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Wasser laufend abgepumpt und die Anlage als unterirdische Flugzeugfabrik genutzt.

Heute ist die Seegrotte Hinterbrühl einerseits ein Schaubergwerk, andererseits kann man mit einem Boot eine Runde auf dem See drehen. Insgesamt dauert die Besichtigung der Anlage etwa 45 Minuten, wobei die Fahrt auf dem See am Ende der Führung etwa fünf Minuten in Anspruch nimmt.

Seegrotte Hinterbrühl

Nach dem Eingang folgt man dem Stollen ins Innere des Berges, in dem zwischen 9 und 12 Grad Celsius herrschen, also heißt es warm anziehen. Mit 400 m hat der Hauptstollen schon eine beachtliche Länge, da bekommt man fast schon ein etwas mulmiges Gefühl beim Hineingehen. Entlang der Strecke sind mehrere Kammern eingerichtet, die den Alltag der Bergleute zeigen: von der Rastkammer über die Schauräume mit Flugzeugteilen und Werkzeug bis hin zum Festsaal und zur Kapelle. Meine kleine Madame hat es besonders faszinierend gefunden, dass auch Pferde hier gelebt und gearbeitet haben!

Seegrotte Hinterbrühl  Seegrotte Hinterbrühl

Seegrotte Hinterbrühl  Seegrotte Hinterbrühl

Seegrotte Hinterbrühl  Seegrotte Hinterbrühl

Schlechtwetterprogramm Wien

Hollywood hat übrigens die Seegrotte auch entdeckt, und zwar für den 1993 erschienenen Film „Die drei Musketiere“ mit Charly Sheen, Kiefer Sutherland und Chris O´Donnell. Eine unterirdische Kerker-Szene wurde hier gedreht, und zwei Filmrequisiten, nämlich ein Schiff und das Kerkergitter, kann man noch immer bewundern.

Seegrotte Hinterbrühl

Wir fanden die Führung in der Seegrotte ausgesprochen kurzweilig und informativ, die Stimmung dort war fast mystisch, besonders bei der Fahrt auf dem See. Meine Befürchtung, dass sich meine kleine Tochter dabei langweilen würde, war unbegründet, es gab genug Abwechslung und viel anzusehen in den einzelnen Stationen des Schaubergwerks. Die Fahrt auf dem unterirdischen, in verschiedenen Farben ausgeleuchteten See war ein schöner Abschluss des Ausflugs.

SchokoMuseum Heindl

Pralinen von Heindl sind vielen aus der Lieblingsconfiserie oder dem gut sortierten Supermarkt bekannt, weniger, dass die Süßigkeiten in einer Fabrik im Süden Wiens hergestellt werden. Bei einem Besuch im SchokoMuseum kann man auch einen Blick in die Fabrik werfen.

SchokoMuseum Heindl

Der Empfang im Museum ist freundlich, für die Besucher gibt es schon hier eine süße Kleinigkeit. Im Schokokino kann man sich einen Film über Anbau und die Verarbeitung von Kakao sowie die Herstellung von Schokolade ansehen. Andere Teile des Museums bieten Kontakt mit Schokolade mit allen Sinnen: die Möglichkeit, Schokoladezutaten zu ertasten und zu riechen. Alte Maschinen, Schokoladeformen und Bilder zeigen, wie die Pralinenproduktion früher ausgesehen hat.

SchokoMuseum Heindl

SchokoMuseum Heindl  SchokoMuseum Heindl

SchokoMuseum Heindl

Für kleine und große Naschkatzen gibt es drei Schokobrunnen mit weißer, heller und dunkler Schokolade, gar nicht so einfach, von dort weiter zu gehen. Um einen Blick in die Produktion werfen zu können, muss man ein Stockwerk die Treppe hinaufsteigen; Achtung: Lift gibt es leider keinen, der Kinderwagen muss hochgetragen werden. Am Wochenende ruht die Produktion in der Regel, daher haben wir die Arbeiten in der Fabrik leider nicht miterlebt. Und natürlich, wie könnte es anders sein, kann man auch frisch hergestellte Pralinen verkosten.

SchokoMuseum Heindl

SchokoMuseum Heindl  SchokoMuseum Heindl

Im SchokoMuseum kann man übrigens auch Kindergeburtstage feiern. Bei unserem Besuch vor Ort fand zufälligerweise eine solche Geburtstagsparty statt; die Kinder waren gerade damit beschäftigt, ihre eigenen Pralinen herzustellen, und sie haben dabei ausgesehen, als würden sie sich bestens unterhalten. Praktischerweise gleich neben dem Eingang zum Museum ist auch der Eingang zu einem kleinen Fabriks-Shop. Egal ob zum selber essen oder verschenken, da kann man schon das Eine oder Andere mit nach Hause nehmen.

Fazit

Bei der Antwort auf die Frage, was meiner Tochter auf der einen Seite und meinem Mann und mir auf der anderen Seite am besten gefallen hat, war der erste Platz klar, dann gingen die Meinungen auseinander. Unser aller Favorit war das Technische Museum. So spannend, das wir uns schon fast auf das nächste Mal Schlechtwetter freuen, um wieder hinzugehen. Farbies Kinderspielwelt ist bei meiner Tochter super angekommen, so viel Action gab es dort! Uns Eltern war es etwas zu turbulent und zu abgenutzt – Madames zweite Wahl. Übereinstimmung gab es beim Schokomuseum: es ist zwar nicht allzu groß, man kann gleichzeitig einiges Interessante sehen und hören und vor allem auch einige Kostproben naschen – trotzdem nur Mamas zweite Wahl. Die Seegrotte in Hinterbrühl bietet ein nicht alltägliches Erlebnis, nämlich tief in einen Berg hineinzusteigen und im Berg auf einem unterirdischen See Boot fahren zu können; der Besuch selbst ist weniger actionreich, allerdings ist das Dahingleiten am See im Berg beeindruckend – Papas liebste Alternative.

Glücklicherweise war somit jeden Geschmack etwas dabei!

Schlechtwetterprogramm Wien Kids

22 Gedanken zu “Vier mal Schlechtwetterprogramm Wien für Kids

  1. Anja schreibt:

    Da habt ihr richtig tolle Möglichkeiten bei schlechtem Wetter! Toll! Hier bei uns sind Indoor Spielwelten auch sehr beliebt, ich bin da wirklich gerne mit den Kids, auch wenn es immer SOOO laut da drinnen ist. Schokoladenmuseum..hach…das hätt ich hier auch gerne in der Nähe, da wären wir wohl Stammkunden ❤ Toller Beitrag und schöne Bilder von dir ❤

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  2. naddisblog schreibt:

    Guten Morgen,
    Das ist auch was für meine Jungs. Wobei ich da auch klar sagen kann, daß das Museum ihr Favorit gewesen wäre neben dem spieleparadies.
    Liebe Grüße Nadine

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  3. Steffi schreibt:

    Hey,

    wow, tolle Tipps für das Ekelwetter. Am besten gefällt mir die Seegrotte! Sieht richtig fantasievoll und abenteuerlich aus 🙂

    Wusste nicht, dass man dort so viel unternehmen kann. 🙂

    Lg

    Steffi

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  4. Lieblingsleseplatz schreibt:

    Super Tipps!
    Ich diese Grotte will ich auch mal!
    Hier bei uns in der Umgebunge gibt es natürlich auch eine Experimenta und eine Indoor Paradies, aber so eine Grotte ist schon was besonderes!!
    …und das mit dem Schokomuseum darf ich meiner großen Tochter gar nicht sagen — die läuft sofort los 😉
    Danke für die tollen Tipps!

    Gefällt 1 Person

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