Babypatschen
Familie, Leben mit Kind

Bäh, die Medizin schmeckt nicht gut!

Die besten Mama-Tipps, damit der Nachwuchs seine Medizin schluckt

Die Antwort einer Freundin auf die Frage, wie sie es schafft, dass ihr Junior seine Medizin schluckt, klang so leicht: „Er nimmt sie einfach in den Mund und schluckt sie.“ Ach ja! Also bei meiner Vierjährigen sah das ein wenig anders aus. Der Mund blieb zu und wurde immer fester zusammengepresst, je mehr ich ihr erklärt habe, wie wichtig die Medizin ist. Nur dank einer akrobatischen Einlage konnte ich es verhindern, dass sie mir den Löffel aus den Händen geschlagen hat. 

Mag sein, dass es daran liegt, dass sie glücklicherweise ein recht robustes Mädchen ist,  das bis jetzt nur ganz selten Medizin gebraucht hat und es daher nicht gewohnt ist, Medizin zu sich zu nehmen. Das ist ja an sich etwas Gutes. Aber im Ernstfall – und so einen haben wir jetzt – nicht von Vorteil! Was ich auf keinen Fall wollte, war, sie mit Gewalt festzuhalten und ihr die Medizin so aufzuzwingen. Also habe ich mich bei meinen erfahreneren Freundinnen auf die Suche nach ihren Strategien zur Medikamentengabe gemacht – vielleicht ist für euch ja auch das eine oder andere dabei!

Kranker Teddy

Taktik 1: Aufgabe delegieren

Die Beziehung zu Mama ist speziell. Bei ihr kann man sich geben, wie man ist, und sie liebt einen dafür. Das kann, wenn der Nachwuchs nicht von etwas überzeugt ist, das er es tun soll, ein Nachteil sein. Bei einer Freundin übernimmt daher der Herr Papa oder die Oma die Vergabe der Medizin. Das klappt bei ihr viel besser, das Murren ist zwar auch da, aber der Protest nicht ganz so groß.

Taktik 2: Erklärungen kommen als zweites

Normalerweise versuche ich ja, meiner Kleinen zu erklären, warum etwas geschieht, damit sie es verstehen kann und sich darauf einstellen kann. Im Krankheitsfall kann es laut einer anderen Freundin sinnvoll sein, die Erklärungen zu verschieben und erst zu geben, nachdem das Kind die Medizin genommen hat. Ein Zögern oder Unsicherheiten können beim Kind führen zu Widerstand, jede Schwäche wird ausgenutzt, also am besten gar nicht so weit kommen lassen.

Taktik 3: Bestechung

Ja, es ist nicht sonderlich pädagogisch wertvoll. Aber wenn es hilft, den ganzen Prozess leichter zu machen, kann es in diesem Fall ein akzeptables Übel sein: die Bestechung. Je nachdem, was das Kind besonders gerne hat, kann es die Lieblingsspeise sein, ein Keks, eine Runde Fernsehen oder Youtube-Clips. Die gibt´s, nachdem es die Medizin geschluckt hat.

Taktik 4: Verschleierung

Wer sagt denn, dass die Medizin als solche erkennbar sein muss? Gerade bei Säften geht es ganz gut, sie unter eine andere Flüssigkeit zu mischen, die das Kind gerne trinkt; Tabletten kann man fein zu Pulver zerdrücken. Neben Säften bieten sich auch Fruchtmus oder Joghurt als Basis an. Natürlich muss man dabei aber aufpassen, dass sich Medizin und die zweite Flüssigkeit miteinander vertragen – Achtung ist zum Beispiel bei Antibiotika und Milch angesagt, also unbedingt Beipackzettel prüfen! Und auch bei der Dosierung muss man etwas aufpassen, denn das Kind sollte die ganze Flüssigkeit bzw. den ganzen Brei essen, damit es auch ganze Dosis Medizin einnimmt.

Kranker Teddy

Taktik 5: Ab zum Arzt

Was habe ich gemacht? Nachdem meine Madame trotz aller Tricks so gar nicht davon zu überzeugen war, die wichtigen Medikamente zu nehmen, weder durch mich noch durch meinen Mann, sind wir am nächsten Tag zu unserem Hausarzt gegangen. Dessen Autorität hat gewirkt, und so hat sie zuerst seinen Worten aufmerksam zugehört und dann den Mund brav aufgemacht. Mal sehen, wie lange diese Autorität weiter wirkt…

Fazit

Der Mensch wächst mit seinen Herausforderungen, und die Mütter mit den Erfahrungen aus den Krankheiten ihrer Kinder. Bleibt zu hoffen, dass diese Fähigkeiten möglichst selten zum Einsatz kommen müssen!

2 Gedanken zu „Bäh, die Medizin schmeckt nicht gut!“

  1. Meine vierjährige scheint deiner in so vielen Dingen ähnlich zu sein!
    Bei uns hilft leider nur Verschleiern. Allerdings kläre ich sie im nahinein darüber auf wenn es ihr besser geht. Sonst denkt sie dass es von allein weh ist und sie gewonnen hätte …

    Gefällt mir

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