Karina
Allgemein, Familie, Leben mit Kind

Direktvertrieb – Abzocke oder berufliche Freiheit?

Mein spontaner (skeptischer) Weg in die Selbstständigkeit

Heute darf ich Karina als Gastautorin bei mir begrüßen. Wenn sie euch bekannt vorkommt, habt ihr recht, denn sie hat mir schon vor einer Weile in einem Interview erzählt, wie ihre ersten Schritte vom Angestelltendasein über die Karenz in die berufliche Selbstständigkeit so waren. Weil das Interview bei euch so gut angekommen ist, hat sie für euch in diesem Gastbeitrag den Weg geschildert, bis es tatsächlich dazu kam, vom verantwortungsvollen Job als Senior Consultant bei einer Unternehmensberatung in Richtung selbständigem und selbstbestimmtem Vertrieb zu gehen. Neugierig geworden? Vielleicht auch was für euch? Lest selbst!

Da sitze ich nichtsahnend mit einer Freundin beim Frühstück und schwelge in beruflichen Zukunftsplänen… Training, Coaching – meine Passion! Aber mit Kindern schwer zu realisieren, da der Reiseaufwand zu hoch ist. Da sagt meine Freundin: „Was hältst du denn von Ringana?“ „Ähm, da kaufe ich meine Tönungscreme – wir sprechen hier über meine Zukunft!?“
Man könne sich ein Team aufbauen, trainieren, schulen, Menschen zum Erfolg führen und das ganze selbstständig, frei in der Zeitgestaltung.
Aha – das klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein. Abends bin ich dann gleich mal ins Netz: die Philosophie der Firma ist ja wirklich der Hammer, man soll damit sogar ein wenig die Welt verbessern. Da ich neben der Creme noch ein paar weitere Produkte testen wollte, hat letzten Endes der Sparfuchs in mir die Entscheidung getroffen, Partner zu werden – da bekomme ich auf jeden Fall die Produkte günstiger! 😉

Karina

Der erste Eindruck

Dann bin ich zu einer Veranstaltung und in mir sträubte sich alles: Strukturvertrieb, Pyramidensystem, Schneeballsystem – all diese Dinge kursierten in meinem Kopf. „Hoppla, wo bin ich denn da hineingeraten?“
Also habe ich zu Hause wieder mal Herrn Google um Rat gefragt. Also, zuerst Schneeballsystem gegoogelt – ist illegal – das wird es demnach wohl nicht sein bei Zugehörigkeit im österreichischen Senat der Wirtschaft. Pyramidensystem hieße, ich müsste zuerst einmal etwas einzahlen – hab ich nicht, fällt somit auch flach. Network Marketing – so heißt die richtige Vokabel; Direktvertrieb mit angeschlossenem Empfehlungsmarketing, so heißt es in den Unterlagen des Unternehmens.
Grundsätzlich ein ganz normales Business-Modell, aber Skepsis machte sich nach wie vor breit.

Dann dachte ich über die Freundin vom Frühstück nach: Sie ist studierte und promovierte Mathematikerin, selbständige Unternehmensberaterin – sie hat sich das ganze vermutlich mal durchgerechnet und wie ich sie kenne, auf Herz und Nieren geprüft. Das bewog mich, mich auch mal mit dem Provisionsmodell zu beschäftigen – und in der Tat, man kann damit wirklich Geld verdienen – und zwar sehr fair!

Zwei Monate später stand eine Veranstaltung in Berlin an – ich muss gestehen, ich fand es als aktuelle Vollzeit Mutter sehr reizvoll, allein in einem Hotelzimmer zu übernachten und durchzuschlafen, mich bekochen zu lassen, eine Party zu feiern und über „Erwachsenen-Dinge“ zu sprechen.

Und da war ich nun in Berlin und mit mir eine ganze Menge unglaublich fröhlicher Menschen. Mir als „dröge“ Norddeutsche ist sowas immer etwas suspekt…
Allerdings habe ich auch bemerkt, dass nicht alle einfach nur gut drauf sind, sondern extrem aufmerksame, positive Persönlichkeiten. Es waren unglaublich unterschiedliche Leute dort und es war wirklich spannend diese kennenzulernen.

Eines muss ich allerdings noch erzählen: Irgendwann wurde das Lied „Mr. Bombastic“ eingespielt – der Saal tobt… Ich hab mich irritiert umgesehen und hatte kurz den Impuls wegzurennen!
Dann kommt ein Mann auf die Bühne, eher so „Marke Bio“ – ganz sympathischer Typ und erzählt von biologischen Prozessen im Körper – aber so großartig: der Auftritt hatte Witz, extrem viel Wissen und eine ganze Menge Inspiration. Ich war wirklich platt, damit hatte ich nicht gerechnet! Mir wurde an diesem Wochenende so viel Wertschätzung entgegengebracht, jeder hat mir sein „Geheimrezept“ für seinen Erfolg erzählt und mir als Neuling Tipps gegeben.
Ich habe einen Berg mitgenommen aus Berlin: Inspiration, Motivation, Wissen, Wertschätzung – aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht doch noch ein wenig das Haar in der Suppe gesucht hätte…

Karina

Ab auf neue Wege

Und dann kam 2018!! Ein Jahresanfang ist ja immer ein guter Zeitpunkt alte Denkmuster abzulegen und etwas Neues zu wagen – und das habe ich nun getan! Ich habe beschlossen, erfolgreich zu werden; erfolgreich in einem Business, dass von Freiheit geprägt ist. Ich kann arbeiten wann, wie, wo ich will und vor allem wie viel ich will. Ich will dazu beitragen, die Erde für meine Kinder grüner zu gestalten und zu guter Letzt dabei Geld verdienen!

Und es macht riesigen Spaß. Es macht Spaß zu sehen, wie meine „grüne Filiale“ Umsätze macht und mein noch kleines Team wächst und gedeiht. Zudem ist es extrem spannend zu sehen, was mit mir passiert – die verschiedenen Charaktere in meinem Team brauchen ganz unterschiedliche Dinge, viel Kontakt und Feedback, ganz lose Leinen oder sehr professionelle, sachliche Hilfe… Das sind Herausforderungen, die nicht nur meine Teampartner über sich hinauswachsen lassen, sondern auch mich. Ich gehe deutlich offener durch die Welt; mit mehr Bedacht den Menschen und der Umwelt gegenüber.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Network Marketing mit Ringana als Partner genau das richtige für mich ist. Ich bin frei in meiner Arbeitsgestaltung und nicht gefangen im Hamsterrad zwischen Büro, Kindergarten, Haushalt und der fehlenden Freizeit. Ich mache etwas „grünes“, was mich persönlich wachsen lässt und mir mit Spaß mein Einkommen sichert. Natürlich führen nur Fleiß und Durchhaltevermögen zum Erfolg. Meine sehr strukturierte Wochenplanung hilft mir dabei die wenige „kinderlose Business-Time“ optimal zu nutzen. Und das Beste ist, „selbstständig“ heißt nicht „allein“ – ich habe einige wirklich tolle Menschen kennen gelernt, die mich jederzeit mit Tipps, Wertschätzung und Motivation unterstützen.

Falls du dich für das Thema interessierst oder mir (gerne auch kritische) Fragen stellen möchtest, melde dich bei mir – ich würde mich freuen!

35 Gedanken zu „Direktvertrieb – Abzocke oder berufliche Freiheit?“

  1. Ich stehe gerade vor einer ähnlichen Frage. Dabei geht es zwar um ein anderes Produkt, aber eine Freundin vermarktet es. Ich bin nur immer skeptisch wenn von den Veranstaltungen oder „Calls“ erzählt wird, irgendwie muss ich da immer an Sekte denken. Andererseits, was kann ich denn verlieren? Wenn es wirklich nebenbei geht, werde ich es bald auch versuchen.

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    1. Ich glaube, da muss sich jeder sein eigenes Bild machen, und die Konstellationen sind im Detail unterschiedlich, auch wenn es auf den ersten Blick recht ähnlich aussieht. Karina freut sich jedenfalls über eine Kontaktaufnahme, wenn du Fragen hast oder etwas diskutieren möchtest!

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    2. Ich hab mir auch gedacht, was kann schon passieren – solang man keine laufenden Kosten hat, wie Lizenzgebühren, Abnahme-, oder Umsatzverpflichtungen.
      Falls du Fragen hast, melde dich gern! 🙂

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    1. Danke dir! Ich hätte anfänglich tatsächlich nicht damit gerechnet, dass ich es spannend finde! Aber ich freu mich immer auf den Mittagsschlaf meines Sohnes, dass ich ein wenig arbeiten kann! ;-P

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  2. huch, ich kenne mich mal gar nicht auf diesem Gebiet aus. Trotzdem toll zu lesen, wie du deine Erfahrungen und dein Wissen mit uns teilen möchtest. Grundsätzlich erlebst du dadurch ja sehr viel Positives wie ich deinem Fazit entnehmen kann. Ich wünsche dir noch viel Erfolg.
    alles liebe, meli

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  3. ein wirklich interessanter Einblick! ich kann da sehr gut nachvollziehen, dass man skeptisch an die Sache herangeht – finde das auch gut und nur richtig … wenn man mal selber überlegt, fühlt man sich bei den ganzen Vermarktungsgeschichten ja auch immer schnell belagert. aber andererseits kann man dabei auch vie entdecken – jetzt mal so aus Konsumentensicht 😉
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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  4. Ich finde es wirklich spannend zu lesen, wie hier der Schritt in die Selbstständigkeit geklappt hat.
    Ich finde es auch wichtig, sich vorab mit dem Thema zu befassen und alles kritisch zu hinterfragen.
    Toll dass hier alles so gut geklappt hat und es letzten Endes die richtige Entscheidung war!
    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

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  5. Ein toller Beitrag. Beim lesen der Überschrift habe ich mich riesig gefreut und war super gespannt auf die Inhalte deiner Gastautorin und bin sehr begeistert. Eine tolle Darstellung und eine wunderbar kritische Art die richtigen Fragen aufzuwerfen. Ich hab mich sehr angesprochen gefühlt. Toller Beitrag, klasse Idee und prima Job
    Herzliche Grüsse
    Anja von https://pinkshape.de

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  6. Ein toller Beitrag, der bestimmt einigen bei der Entscheidung weiterhelfen kann. Für mich persönlich wäre das so nichts, aber ich finde es toll, dass du für dich deinen WEg gefunden ahst und damit glücklich bist.
    Genau so soll es sein.

    LG Sabana

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  7. An sich ist das ja schon ein interessantes Prinzip, aber ich glaube ich wurde für so etwas zu spießig erzogen. Irgendwie glaube ich nicht daran, dass das doch ganz rechtens sein kann. Also auch, wenn es tatsächlich so ist, für mich hört sich sowas immer nicht so gut an.
    Trotzdem finde ich es schön, dass du damit glücklich bist, denn das ist ja das wichtigste 🙂
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

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  8. Ich kenne Ringana gar ncht und weiß nicht, was daran „grün“ ist. Das muss ich wohl mal googlen. Aber super, dass Du für Dich eine Möglichkeit gefunden hast, einen Job und Deine Kinder unter einen Hut zu bekommen und Dich frei zu organisieren. Ich finde es so unglaublich wichtig, dass man diesen Spielraum erhält. Viel Erfolg 👍
    Liebe Grüße Claudia

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    1. Claudia, danke! Vielleicht darf ich dir mal erzählen, was Ringana in Sachen Nachhaltigkeit, Ethik und Konsequenz so alles macht? Würde mich freuen, von dir zu hören! Alles Liebe!

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  9. Ich muss ehrlich gestehen dass ich es immer etwas falsch formuliert finde wenn jemand sagt dass man hier und da am Anfang nichts einzahlen muss! Klar ist man nicht gezwungen zB mit 100€ einzusteigen Ber man muss sich, wenn man es empfehlen möchte, doch vorab erst mal die nicht ersde ganz billigen produkte selbst zulegen und hoffen dass sich das dann eventuell auszahlt! Illegal ist das System natürlich nicht aber auszahlen und davon Leben-dazu kommen fix nicht alle egal wie sehr sie es wollen (es sei denn man ist von der Sorte extrem aufdringlich und es ist einem ehal was die Leute über einen sagen hauptsache man dreht ihnen mit allen mitteln eines der Produkte an) . Ich habe da irgendwie leider bisher echt keine besonders gute Meinung davon vielleicht aber auch weil ich es selbst mal probiert habe und gemerkt habe dass das auch nichr für „Jederfrau“ wirklich das Richtige ist!

    Viele Grüße
    Denise

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    1. Liebe Denise, ich habe mit Karina gesprochen, die Ihre Skepsis gut versteht:
      „Ich habe mir auch diese Frage gestellt, ob ich anfänglich viele Produkte brauche. Letztenendes muss das jeder selber entscheiden. Ich habe über einen längeren Zeitraum die Produkte in meinem Badezimmer substituiert, habe sie einfach bei Ringana gekauft und nicht wie ursprünglich im stationären Handel.
      Haben Sie Erfahrungen mit Ringana oder einem anderen Unternehmen im Network Marketing? Ich würde mich freuen, wenn wir unsere Erfahrungen in einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail austauschen könnten. Alles Liebe, Karina“

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