Winterzeit ist Thermenzeit

Familienausflug in die St. Martins Therme im Burgenland

So schön der Winter, der Schnee und die frische Luft auch sind, bin ich trotzdem mehr der Freund der wärmeren Jahreszeiten. Eine kleine Auszeit von frostigen Umgebung bietet ein Ausflug in eine Therme. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich ist die Aussicht auf mollig warmes Wasser, Bikinitemperaturen, auf einen Ausflug in die Sauna und eine bequeme Liege danach schon sehr verlockend. Und nicht nur das, auch meine kleine Wasserratte ist schon allein beim Gedanken an einen Thermenbesuch voller Vorfreude aufs Plantschen. 

Mittlerweile hat man ja die Qual der Wahl, wohin man gehen soll, weil es so viele und unterschiedliche Thermen gibt. Etwa eine Autostunde von Wien entfernt beim Neusiedler See und somit wunderbar geeignet für einen Ein-Tages-Familienausflug befindet sich die St. Martins Therme. Auch wenn man es vielleicht aufgrund der Lage glauben könnte: nein, die Therme liegt nicht direkt am Neusiedler See, sondern in der Ebene davor. Passend zum Thermenthema und zur Umgebung ist sie in Naturtönen gehalten, man fühlt sich fast nach Afrika versetzt – wäre da nicht die Kälte draußen…

StMartinsTherme

Innenbereich

Im Inneren besteht die St. Martins Therme im Wesentlichen aus einem sehr großen Raum, der das Herzstück der Anlage ist. Hier ist der Liegebereich, und hier sind auch die Wasserbecken, die dann ins Freie führen. Der Liegebereich wird durch einen kleinen Wasserlauf in zwei Hälften getrennt, ansonsten gibt es im Erdgeschoss kaum Unterteilungen oder Nischen, sondern lediglich eine optische Auflockerung durch Pflanzen. Was überraschenderweise meine Familie und mich trotzdem nicht gestört hat, denn obwohl die Therme voller Besucher war, hatten wir nicht das Gefühl, dass es zu dicht gedrängt oder sogar unangenehm war. Für diejenigen, die sich doch etwas zurückziehen möchten, gibt es im Erdgeschoss extra buchbare Nischen für Familien und im 1. und 2. Stock abgetrennte Einheiten für diejenigen, die sich einen besonders entspannenden Thermentag wünschen.

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Einer der wichtigsten Bereiche für unseren Besuch mit der kleinen Madame: der Kinderbereich. Absoluter Favorit bei ihr war der kleine Wasserspielpark, bei dem Spritzblumen und ein prächtiger Pelikan für Action sorgen. Kaum zu glauben, wie lange man hier von links nach rechts und wieder zurück laufen kann, ohne dass es langweilig wird… Sprudelbecken gibt es auch, genauso wie eine aufregende Rutsche, letzere ist allerdings noch nichts für meine kleine Madame, sondern erst für größere Volksschulkinder. Den Außenbereich für Kinder konnten wir wetterbedingt nicht ausprobieren, dazu müssen erst wieder freundlichere Außentemperaturen kommen. Ein Programm für Kinder wird auch geboten: nicht nur der Kasperl ist da, sondern im Haus der Forscherin kann man Einiges zum Thema Natur und Tiere erleben und lernen.

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Noch mehr Zeit als im Kinderbereich haben wir im Hauptbecken der Therme verbracht. Ein Teil befindet sich innerhalb der Therme, ein anderer Teil im Freien. Das hat schon was, im warmen Wasser zu schwimmen, während die Luft gerade mal ein paar Grad hat. In manchen Thermen wird es ja nicht allzu gerne gesehen, wenn die Kinder auch außerhalb des Kinderbereichs plantschen, das war in der St. Martins Therme aber überhaupt nicht der Fall. Könnte natürlich sein, dass es daran lag, dass gerade Ferienzeit war und ohnehin der weit überwiegende Teil der Besucher Familien mit Kindern waren.

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Was gibt es sonst noch

Im Sommer ein Riesenhit sind der Badesee und die große Liegewiese, die konnten wir jahreszeitbedingt nicht ausprobieren, sondern nur einen Blick darauf werfen. Kulinarisch wird man im Marktrestaurant gut versorgt. Obwohl es nicht allzu groß wirkt und die Therme bestens besucht war, war es kein Problem, einen Platz zu finden. Wer Lust auf Süßes hat, der sollte einmal das Dessert „Somlauer Nockerl“ ausprobieren, eine regionale Spezialität aus Puddingcreme, Biskuit, Schlagobers und Schokosauce. Definitiv eine Sünde wert!

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Fazit

Wenig überraschend, war unser Familienausflug in die St. Martins Therme ein großer Erfolg bei der kleinen Madame. Sie war kaum aus dem Wasser zu bringen, selbst mit Aussicht auf Leckereien, die sie normalerweise nicht ausschlägt. Auch für die Großen war es entspannend, und das, obwohl man permanent gefordert ist zu schauen, ob der Nachwuchs nicht allzu viel Wasser schluckt.

Für Familien, die auf der Suche nach einem Ziel für einen Tagesausflug in eine Therme sind, und die nicht allzuweit weg entfernt vom österreichischen Neusiedlersee wohnen, ist die St. Martins Therme im Seewinkel ein guter Tipp!

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